Erstellt am 30.08.08 um 20:56 Uhr
Tourbericht „Kalte Kuchl“
Diese Ausfahrt lässt sich ganz einfach mit drei Worten beschreiben: Es war GEIL!!!
Aber ganz von Anfang: Heinz und ich haben verschlafen! Da verschieben wir extra, aufgrund der Streckenlänge, den Treffpunkt auf halb zehn nach vorne und dann das. Kann passieren, das nächste mal wird aber der Wecker gestellt – versprochen!
Los ging es – ganz planmäßig – um 10:00 Uhr. Insgesamt 14 Roller machten sich auf die lange Reise: Von feinen Alt-Vespen wie Gran Turismo, Sprint Veloce und GTR über die neueren, vertreten durch PX und erstmalig Gerhards neue Cosa, bis hin zur neuen Vespa-Generation wie GTV und GTS. Ebenfalls wieder mit von der Partie: Scooby Doris mit ihrem Burgman.
Eigentlich konnte nichts mehr schief gehen. Nur das prognostizierte Schönwetter ließ etwas länger auf sich warten. Dementsprechend herbstlich präsentierten sich die Temperaturen insbesondere über den Hals – den uns die liebe Straßenmeisterei zu allem Überfluss auch noch heftig mit Rollsplit versalzen hat – und den Rohrer Sattel.
Schrecksekunde in der Kalten Kuchl
Dafür war's in der Kalten Kuchl relativ ruhig: Verhältnismäßig wenige Motorradfahrer hatten sich am Vormittag hierher „verirrt“ und wir konnten die Strecke in vollen Zügen genießen.
Leider touchierte ich aufgrund eines kleinen Missverständnisses Olivers PX. Der kurzen Schrecksenkunde folgte rasch Erleichterung, denn beide Fahrzeuge waren glücklicherweise heil geblieben.
Da Tankstellen auf unserer Strecke äußerst dünn gesät waren, legten wir in St. Aegyd am Neuwalde bereits den zweiten Tankstopp ein. Danach ging es zum Mittagessen ins Gasthaus Gnedt in Kernhof, wo wir ausgezeichnet schmausten – abgesehen von Roberts eher tennisballartigem Semmelknödel, der jedoch sofort anstandslos von der Küche ausgetauscht wurde.
Frisch gestärkt ging es Richtung Steiermark. Die malerische Strecke führte uns entlang der Mürz bis Kapellen. Hier bogen wir links Richtung Preiner Gscheid ab, wo unser Abstecher in die grüne Mark endete.
Kurvenhatz
Das Preiner Gscheid nutzten dann einige für eine flotte Abfahrt. Heinz versemmelte dabei zwei Kurven – tja, da heißt's wohl üben, üben, üben ;)
In Hirschwang bogen wir ins Höllental ab. Diese Strecke durch die Schluchten zwischen Rax und Schneeberg ist wirklich beeindruckend. Kurz vor Schwarzau ging's ab ins Klostertal – mit seinen sanften grünen Hügeln landschaftliches Kontrastprogramm. Die Straße mündet vor Gutenstein wieder in die Gutensteiner Bundesstraße.
Nach diesen 100 anspruchsvollen Kilometern hatten wir uns unsere Pause im Café Sand redlich verdient. Hier beschlossen wir auch, uns den Rollsplit über den Hals kein zweites Mal zu geben, und änderten kurzer Hand die Route. Wir folgten der Gutensteiner Bundesstraße bis Markt Piesting und bogen hier Richtung Hernstein ab. Über Berndorf ging's zurück nach Baden, wo wir um 19:00 Uhr ankamen.
Fazit: Diese Route ist wirklich der Hammer. Und mit dieser knapp 240 Kilometer langen Tour haben auch die Oldtimer unter den Vespen ihre Standfestigkeit eindrucksvoll bewiesen. Ein Dank an alle, die uns begleitet haben. Es war eine super Ausfahrt, die wir im nächsten Jahr gerne wiederholen. Freut Euch auf den Tourfilm (der hoffentlich auch bald online steht) ...


