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Erstellt am 02.10.08 um 01:08 Uhr

Saison-Closing: Kühler Abschied im September

Am letzten September-Wochenende haben wir offiziell die Vespa-Saison 2008 beendet. Der Winter kann kommen – was sich wohl nicht vermeiden lässt. Es wird viel geschraubt. Und geplant wird auch für die nächste Saison.

Flash ist Pflicht!

So sollten wir unter anderem darüber nachdenken, das Saison-Closing im nächsten Jahr noch bei Temperaturen im eindeutig zweistelligen Bereich stattfinden zu lassen. All jenen, die bei unserer Abschluss-Tour nicht dabei waren, sei an dieser Stelle bereits verraten: Ihr hab nichts versäumt.

Ich für meinen Teil habe von der an sich schönen Strecke jedenfalls so gut wie nichts mitbekommen, während nur eine Frage in meinem Kopf Achterbahn fuhr: Warum tust du dir DAS an?

Weils auch im September noch schön ist, sich eingepackt wie eine Zwiebel auf die Vespa zu schwingen und sich den Herbst-Wind um die Nase wehen zu lassen.
Weil man sich freut wie eine Eisprinzessin, wenn plötzlich ein Sonnenstrahl durch die graue Wolkendecke bricht und das bunte Laub in pures Gold verwandelt.
Weil selbst die kurvenreichste Straße noch ein paar Ecken mehr bekommt, weil ein paar Traktoren sie in einen Forstweg verwandelt haben.
Weil die Vorfreude auf einen dampfenden Teller Suppe in einer gemütlich warmen Stube einfach durch nichts zu toppen ist.
Und weils bald für laaaange Zeit vorbei ist mit dem Vespen. Winterschlaf.

Punkt 10:30 Uhr wartete bereits Kurt aus Wien mit seiner GTS am Grünen Markt auf uns. Heinz „hatte Rücken“ und begleitete uns sicherheitshalber bequem auf vier Rädern. Und damit ihm nicht langweilig würde, nahm er unsere Freundin Doris mit, die sogleich zur Kamerafrau befördert wurde. Weiters wieder mit von der Partie war Gerhard, den man von seiner Cosa gar nicht mehr runter kriegt, und natürlich meine Wenigkeit. Um 11:00 Uhr machte sich die kleine Abordnung auf den Weg über die Einöde nach Gaaden, Sulz und Stangau, wo Mario – ein höchst seltener Gast bei unseren Ausfahrten – zu uns stieß.

Nachdem wir in Klausen-Leopoldsdorf auch noch die kleinen Meinungsverschiedenheiten mit dem Navi in unserem Vorausfahrzeug beigelegt hatten, fuhren wir kreuz und quer durch den Wienerwald. 60 Kilometer folgten wir ohne Pause dem dunkelblauen Cabriolet süddeutscher Herkunft, das praktischerweise über so nützliche Features wie eine Sitzheizung verfügt, was allerdings auch zur Folge hatte, dass der Fahrer keine Anstalten machte, uns eine Pause zu gönnen (angeblich hat er es aber immerhin in Erwägung gezogen und überlegt, ob wir vielleicht irgendwo stehen bleiben wollten … wer’s glaubt …).

Kurz nach Altenmarkt, als ich schon gar nicht mehr so schnell zittern konnte, wie mir kalt war, blieb ich einfach stehen. Ein Blick aufs Navi ergab aber, dass uns „nur“ noch 25 Kilometer von der Meierei Gaaden trennten, also bissen wir die klappernden Zähne zusammen und setzten unsere Tour fort.

Als wir die rettende Meierei endlich erreicht hatten, erwartete uns bereits der nächste Schock: Die hatten doch tatsächlich keinen Platz für uns! Gut, ob der Flut an Rückmeldungen (Ebbe trifft’s wohl eher) hatte ich darauf verzichtet zu reservieren. Doch Platz ist in der kleinsten Hütte, ein bisschen zusammen gerückt und schon hatten wir zuerst einen kleinen und schon bald einen größeren Tisch und wärmten uns an heißem Tee und köstlicher Suppe.

All jenen, die das versäumt haben: Schön war’s!

 

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