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Erstellt am 08.08.11 um 00:19 Uhr

Eine Sprint für mich

Vespa 125 Sprint

Die Schätze aus dem Gepäckfach

Wirklich gut erhalten: Der Tacho

Die dritte im Bunde: Vespa 125 Sprint

Ja, es gibt sie noch: Schöne, in Würde gealterte, unverbastelte Vespen mit lückenlos nachvollziehbarer Historie. Seit heute kann ich eines dieser seltenen Stücke mein eigen nennen.

Ich gestehe, auch ich bin ab sofort mehrfacher Wiederholungstäter! Nach einer 68er Primavera und einer 59er VBA habe ich es wieder getan. Ich habe mir meine dritte Vespa gekauft. Nach kurzer Suche fiel die Wahl auf eine Vespa 125 Sprint, Baujahr 1970, in der Farbe "Aquamarin-Hellblau" (ich würde ja eher Mintgrün dazu sagen, was ihr schon den Spitznamen "Verdi" eingebracht hat), die Heinz am Freitag im Internet entdeckt hat.

Schon auf den Fotos machte sie einen guten Eindruck, also vereinbarten wir sofort einen Besichtigungstermin für Samstag. Vorort war dann ziemlich schnell klar, das ist meine. Fast dellen- und rostfrei, zwar partiell nachlackiert, aber mit allen originalen Teilen ist sie eines jener raren Sahnestückchen, die zu finde man heute nur noch selten das Glück hat. Tacho, Vorder- und Rücklicht sind Top in Schuss, nur der Motor braucht etwas Zuwendung. Neben dem österreichischen Typenschein mit vier eingetragenen Vorbesitzern gab es auch noch das Original-Scheckheft und die Bedienungsanleitung dazu. Gekauft!

Heute haben wir sie abgeholt. In der Vespapiloten-Garage dann eine erste Bestandsaufnahme: Das Gepäckfach entpuppte sich als wahre Schatzkiste, aus der ich zunächst einen originalverpackten Satz Motordichtungen und ein uraltes, vollständiges Verbandspaket hervorkrame. Nach und nach fördere ich unter anderem noch den Rückspiegel, ein Etui mit drei alten Zündkerzen, den Kerzenschlüssel, das originale Bordwerkzeug, ein paar Ersatzseile sowie eine "antike" Flasche Zweitakt-Motoröl zutage und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zuhause offenbart die genaue Überprüfung des Typenscheins dann auch noch, dass mit den vier eingetragenen Vorbesitzern die Geschichte des Fahrzeugs tatsächlich lückenlos nachvollziehbar dokumentiert ist. Zu guter Letzt finde ich auch noch die Rechnung für die Zierkappen, die etwa ein Monat nach dem Kauf des Fahrzeuges vom ersten Besitzer nachgerüstet worden waren. Wow! Jetzt bin ich sprachlos ;)

Weitere Bilder gibt's hier.

 

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