Erstellt am 05.09.10 um 12:46 Uhr
Die Vespapiloten auf der Austrovespa 2010
VW LT, konstruiert um vier Vespas zu transportieren
Mario kontrolliert die Ladung
Blauer Rauch: Start zur Abendausfahrt am Freitag
Austrovespa 2010: Viel Schall & Rauch ... und jede Menge Wasser von oben
Das Wetter spielte beim diesjährigen Großevent der Scooteria Leibnitz – ganz im Gegensatz zur ersten Auflage im Jahr 2008 – leider nicht mit. Dass man trotz wetterbedingter Einschränkungen eine richtig tolle Veranstaltung auf die Beine stellen kann, haben die Mädels und Jungs dennoch wieder eindrucksvoll bewiesen!
Flash ist Pflicht!
Über 600 von insgesamt 895 Vespisti nahmen am Samstag an der Ersatzausfahrt teil
Für die Vespapiloten begann das Austrovespa-Wochenende diesmal bereits mit einer Panikattacke am Mittwoch: Nach dem ernüchternden Blick auf die Wetterprognose beschlossen wir kurzerhand in letzter Minute, doch stillos mit einem Transporter anzureisen. Der weiße LT sah auf den ersten Blick so groß aus, dass wir auch Jimmy vom neu gegründeten Vespaclub Gumpoldskirchen noch anboten, seine Vespa nach Leibnitz mitzunehmen.
Sokoban-Spielen für Fortgeschrittene
Tatsächlich stellte sich heraus, dass die genialen VW-Ingenieure den Transporter exakt um drei nebeneinander stehende Sprint-Karaossen konstruiert hatten. Die Ladies kuschelten sich im Laderaum so eng aneinander, dass sie gar keine Chance hatten, während der Fahrt umzukippen. Marios PX fand quer dahinter auch noch Platz und so traten wir Freitag Mittag gemütlich die Reise nach Leibnitz an. Obwohl sich der LT als lahmstes Fahrzeug im Vespapiloten-sFuhrpark erwies, war der Bus eine gute Entscheidung, denn am Wechsel goss es in Strömen, sodass selbst Mario – unser letzter Verfechter der Anreise auf eigener Achse – schließlich froh war, im Trockenen zu sitzen.
Fahrt in den Sonnenuntergang
Flash ist Pflicht!
Weinstraße im Licht der Abendsonne – ein besonderes Gustostückerl
Erster großer Programm-Punkt war am Freitag um 18:30 Uhr der Start zur abendlichen Ausfahrt mit über 300 Vespas. Sigi führte die Meute zügig und vor allem flüssig über die wunderschöne Weinstraße, deren Zauber durch das warme Licht der untergehenden Sonne noch potenziert wurde. Gefüttert mit den schönen Eindrücken der Ausfahrt – und den guten Grillkotlettes und -würsteln – ließen wir den Tag stimmungsvoll am Lagerfeuer ausklingen.
Ernüchterung am Samstag
Am nächsten Morgen wollten wir das Hotel gleich gar nicht mehr verlassen, denn es regnete in Strömen. Wir diskutierten bereits über eine sofortige Abreise, als uns die Nachricht erreichte, dass anstelle der für 13:00 Uhr geplanten großen Ausfahrt zum Weingut Großwalz eine Stunde später eine Ersatzrunde geplant war. Gerhard blieb trotzdem bei seiner Entscheidung und reiste ab, während wir anderen beschlossen, die Regenpause zu nutzen und doch mal unverbindlich aufs Austrovespa-Gelände beim Sulm-Wirt zu fahren.
Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet, muss selbst die Scooteria Leibnitz nachgeben. Murenabgänge entlang der geplanten Route vereitelten das Highlight der diesjährigen Veranstaltung. Gefahren wurde trotzdem – und diese logistische Meisterleistung wurde dann auch belohnt, denn es blieb exakt für die kurzfristig umgeplante Ersatzausfahrt trocken. Andererseits, so toll war die Leistung jetzt auch wieder nicht, denn vor der großartigen Kulisse der steirischen Weinstraße kann es nicht wirklich schwer sein, eine tolle Strecke zu finden ;)
Heinz hatte anfänglich auch keine große Lust, an der Ausfahrt teilzunehmen – zu groß war die Skepsis, dass das Wetter halten würde – und seine Angst übertrug sich doch glatt auf seine Sprint Veloce, die just kurz vor dem Start zur Ausfahrt den Dienst verweigerte. Ein wenig Überredung und viele Kickstarter-Tritte später beschlossen die beiden dann, uns doch zu begleiten und bereuten es letztlich nicht.
Kaum hatte die letzte Vespa das Veranstaltungsgelände wieder erreicht, setzte schon wieder leichter Regen ein, der sich während der abendlichen Prämierung und Verlosung zur Sintflut auswuchs. Wir verließen die Austrovespa gleich im Anschluss an das wirklich tolle Feuerwerk bei strömendem Regen und erreichten unser Hotel nach fünfminütiger Fahrt klatschnass.
Unser Fazit: Leibnitz und die Weinstraße sind immer wieder eine Reise wert. Hoffen wir also auf die nächste Austrovespa 2012, für die wir bereits heute wieder das Kaiserwetter vom letzen Mal bestellen ;)
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