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Erstellt am 07.08.10 um 14:56 Uhr

Erste Pause bei der Burg Forchtenstein

Landseer Berge und Schneeberg-Land: Kleine, feine Sommer-Tour

40 km/h sind eine durchaus passable Reisegeschwindigkeit, wenn man auch was von der Landschaft haben möchte. In den Tank einer TS passen tatsächlich 7 Liter Sprit, wenn man staubtrocken wie ein Martini zur Tankstelle rollt. Auch die neueste, stärkste 300-Kubik-Vespa geht angesichts eines kleinen Nagels schon mal in die Knie. Und Umwege erhöhen zwar die Ortskenntnis, Umleitungen können einem aber schon mal fast die Tour vermasseln.

Neun Uhr dreißig, für unsere Begriffe also fast mitten in der Nacht, war unser Treffpunkt am Grünen Markt. Dafür durften wir gleich am Anfang Helgas neue Vespa LX 125 in braun bewundern. Der seit längerem aufkeimende Wunsch nach einer neuen Vespa war nach dem Kolbenreiber bei der PK während unserer letzten Ausfahrt einfach zu stark geworden.

Kurz nach 10 Uhr ging es dann planmäßig mit 8 Vespen unter meiner Führung von Baden über Wienersdorf – erst mal Tanken ;-) Christine und ich waren nicht nur, obwohl fast pünktlich, beinahe die letzten am Treffpunkt – wir haben auch eine wirklich weite Anreise –, nein wir waren auch noch mit fast leeren Tanks "angereist". Im ersten Teil stand ausnahmsweise einmal eine Flachlandrallye auf dem Programm, was sich aber ab Steinbrunn langsam änderte. Wobei für Christine auf meiner g.t.r. wäre wohl eine weniger bergige Strecke einfacher zu bewältigen gewesen. Unsere erste kurze Pause legten wir auf Burg Forchtenstein ein. Ab dort übernahm Christine die Führung und kämpfte sich tapfer mit der originalen g.t.r. die Steigungen rauf – 40 km/h, damit kann man in einer 30er-Zone schon mal einen Strafzettel bekommen, aber überland ist's halt schon ein Sprüchen langsam. Dafür bleibt jede Menge Zeit, um die schöne Landschaft zu genießen.

Punktlandung am Mittagstisch 

Genau um 13 Uhr erreichten wir den Landgasthof Thaler in Thernberg, um uns für den zweiten Teil unserer Ausfahrt zu stärken. Angesichts des umfangreichen Angebotes fiel uns die Wahl tatsächlich schwer, die Portionen waren sehr üppig und wirklich lecker geschmeckt hat es auch noch. 100 von 100 Punkten – wir werden jedenfalls wieder vorbei schauen. 

Nach dem Essen verlangten auch die Vespen nach einer Fütterung, Roberts TS fuhr nur mehr aus Gewohnheit. Gut 7 Liter gingen in den Tank … Bei der Abfahrt von der Tankstelle machte uns ein freundlicher Autofahrer darauf aufmerksam, dass der Hinterreifen von Christians GTS 300 platt war. Bei genauer Betrachtung entdeckten wir auch schnell den Schuldigen: Ein kleiner Nagel. Doch mit dem mitgeführten Pannenspray war das Problem rasch behoben. 

Über Ternitz führen wir weiter nach Puchberg am Schneeberg und Pernitz. Dort mussten wir einen kleinen Umweg fahren, da die Straße aufgrund eines Radrennens gesperrt war. Doch am Ende der Umleitung stellten wir fest, dass wir an der Abzweigung nach Pottenstein bereits vorbei waren. Also die ganze Umleitung wieder retour. Nach einer kurzen Diskussion mit einem – glücklicherweise Vespa-affinen – Ordnungshüter durften wir die Hauptstraße passieren und konnten unsere Tour doch noch wie geplant mit der Fahrt über den Hals beschließen. Tja, nun waren wir also fast am Ende unserer 200 km Tour, fehlte nur noch das Eis für einen gelungenen Tag: Dieses genossen wir im schönen Garten des neu gestalteten Café Thermal in Bad Vöslau.

Bleibt nur noch die wichtigste Erkenntnis des Tages: Eine Fahrt durch die Landseer Berge ist herrlich – solange es nicht regnet. Und heuer hatten wir Glück!

 

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