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Erstellt am 28.04.10 um 19:45 Uhr

Die Vespapiloten Abordnung am Seiberer 2010

25. Seiberer Bergpreis

Wie eine Vespa Ihren Kopf durchsetzte

Flash ist Pflicht!

5.30 Uhr: Eine unmenschliche Zeit, zumindest für Langschläfer wie wir es nun mal sind. Was tut man nicht alles für den Seiberer Bergpreis ... 

Kurz nach 6 Uhr schafften Christine und ich es, die warme Garage zu verlassen und machten uns auf den Weg nach Breitenfurt, um Mario abzuholen. Schon nach einigen Metern begannen meine Hände einzufrierern, und es wurde immer schlimmer, je weiter wir uns von Baden entfernten. Etwa eine halbe Stunde später erreichten wir den vereinbarten Treffpunkt, wo Marion uns bereits erwartete. Krampfhaft versuchte ich meine Finger etwas aufzutauen ;-) 

Ab nun übernahm unser Seiberer Chef Navigator Mario die Führung. Seine Vespa ist nämlich mit einem Navi ausgestattet. Respekt, das war heuer bei unserem vierten Anlauf die beste Strecke bis jetzt und so waren wir bereits um 8.30 in Weissenkirchen. So früh wie noch nie, und das trotz maximalem Topspeed von 70 Vespatacho-km/h. Ich hatte mich nämlich kurzfristig dazu entschlossen, diesmal meine komplett originale Vespa 125 g.t.r. auszuführen. Zwar waren wir gestern gerade noch rechtzeitig mit meiner Vespa 150 Sprint Veloce mit dem großen Service fertig geworden, aber warum immer die gleiche Vespa nehmen, wenn man doch mehr als eine hat. 

Da jetzt noch genügend Zeit bis zum Start blieb, ging es erst mal auf einen Kaffee und einen Seiberer Burger, die Stärkung hatten wir uns echt verdient. Nach und nach kamen immer mehr alte Freunde von befreundeten Vespaclubs. Christine war dank Baujahr 1959 die erste Vespapilotin, die an den Start ging. Bewaffnet mit einer Helmkamera düste mein kleiner Alien ohne Probleme den Berg hinauf. Natürlich um nach der Zieldurchfahrt sofort wieder zur Zielline zurückzukehren, um uns nachfolgende bei unserer Zielankunft zu filmen und parallel dazu auch noch zu fotografieren. Schliesslich wollten wir ja auch gute Fotos von unserer Zieleinfahrt haben. Bis auf Mario hatten wir alle ein gute Fahrt, ihm kam nämlich in einer unübersichtlichen Kurve ein Vespafahrer entgegen, um das Cap eines Bekannten aufzusammeln! Natürlich ist das streng verboten und extrem dumm: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von Euch noch an den schweren Unfall bei einem Bergrennen in den 90ern, bei dem ein Fahrer des Wr. Neustädter Vespaclubs unverschuldet durch so eine Dummheit schwere Verletzungen davon getrangen hatte. 

Nachdem alle die Ziellinie überquert hatten, gings Richtung Spitz in die Pizzeria. Nach einer Pizza und viel Sonne machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Start des zweiten Durchgangs. 

Christine machte sich wieder als erste von uns auf den Weg zur Startlinie, doch als ich dann auch dorthin kam, war zu meiner Überraschung Christine mit ihrer VBA noch da. Tja, alte Roller haben eben ein Eigenleben – trotz zweimaligem Stratversuch konnte Christine ihre VBA nicht zum Starten überreden. Diese zog es vor, kein Gas mehr anzunehmen. Anscheinend hatte die VBA keine Lust, sinnlos zweimal die gleiche Strecke zu fahren ;-). Zum Glück konnten wir das Problem dann doch noch beheben, schließlich lagen ja noch über 100 km Heimweg vor uns. Anscheinend hatte die VBA durch die Hitze und die extrem „ölige“ Luft im Startraum eben keine Luft mehr bekommen und soff einfach ab. Etwas abseits des Trubels und mit genügend Frischluft funktionierte alles wieder reibungslos. 

Mario und ich (diesmal mit der Kamera an der Hand nach hinten gefilmt) fuhren natürlich noch den zweiten Durchgang, bevor wir uns um 16.30 Uhr wieder auf eigener Achse auf dem Heimweg machten. Gegen 18 Uhr waren wir in Breitenfurt, wo wir Mario verabschiedeten. Christine und ich waren eine halbe Stunde später auch zu Hause – sehr müde, aber voller schöner Eindrücke. 

Hier noch das Ergebnis, das bereits Online steht: Wie 2009 bin ich wieder bester Vespapilot mit einer Differenz von 1,491 sec., macht Platz 3 in der Gruppe „Krafträder 71-74“ bzw. Gesamt Platz 45. Mario wurde mit einer Differenz von 8,306 sec. fünfter in seiner Gruppe „Krafträder Youngtimer“ bzw. Gesamt Platz 166.

 

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