Erstellt am 30.04.09 um 23:56 Uhr
Der Seiberer Bergpreis 2009 im Rückspiegel
Der dritte Auftritt der Vespapiloten am Seiberer – mit überraschendem Ergebnis, wenig Filmmaterial, Pat im Pech und einer stürmischen Heimfahrt.
Aber alles schön der Reihe nach: Am Sonntag Morgen, früh um 6, brachen acht verschlafene Rollerfahrer ... und -innen ... in Richtung Wachau auf. Doch in Baden um diese Zeit einen Tank mit Sprit zu füllen, erwies sich als problematisch. Als Tankstelle muss man sich ja offenbar nicht an die angegebenen Öffnunszeiten halten, also wurde vor dem Aufbruch noch beratschlagt, wo wir so früh morgens doch noch eine Tankfüllung auftreiben könnten. Nach einem erfolgreichen Zwischenstopp an der Tankstelle in Pfaffstätten ging es zügig weiter nach Breitenfurt, wo wir Mario abholten. Doch halt: Da fehlte doch einer! Pat hatte verschlafen – und uns fiel peinlicherweise erst kurz vor Breitenfurt ein, dass er eigentlich auch bereits in Baden zu uns stoßen wollte. Unter uns gesagt: Auch wir beide hätten fast verschlafen, denn wenn man sich um 6 Uhr verabredet, genügt es doch allemal, den Wecker auf 6:40 zu stellen ... ;)
Das Missverständnis war rasch telefonisch geklärt und Pat machte sich mit einiger Verspätung alleine auf den Weg in die Wachau. Am Ende "landete" er nur eine knappe halbe Stunde später als wir in Weißenkirchen – klingt verdammt nach einem neuen Rekord. Und das, obwohl ihm ein Hase noch fast die Tour vermasselt hätte.
Wenn Navigator Mario Meter macht ...
Dagegen war unsere Fahrt zum Seiberer richtig langweilig. Mario drehte im Flachland ordentlich am Gashahn, und vielleicht lag es auch am morgendlichen Koffeinmangel, aber es dauerte etwas, bis die Spitzengruppe merkte, dass die halbe Truppe fehlte, die nämlich einen kurzen Zwischenstopp eingelegt hatte. Wieder vereint erreichten wir Weißenkirchen schon um 8:30 – so pünktlich waren wir noch nie, selbst eine Streckenbesichtigung wäre noch möglich gewesen. Im nächsten Jahr könnten wir doch fast ... Also erst mal besagten Koffeinmangel beheben und das schöne Wetter genießen.
Und dann startete auch schon der erste Lauf. Ich ging mit meiner VBA aus dem Jahr 1959 standesgemäß mit Starnummer 59 als erste der Vespapiloten ins Rennen und legte den Grundstein für ein weiteres denkwürdig schlechtes Ergebnis am Seiberer. Wie heißt's so schön: Die Ersten werden die Letzten sein ... Für mich reichte es am Ende mit über 15 Sekunden Zeitunterschied nur für den 206. Gesamtrand.
Ganz anders Heinz, der mit seiner Sprint Veloce schon ein richtig eingespieltes Team zu sein scheint. Der dritte Auftritt am Seiberer endete für ihn mit sagenhaften 0,823 Sekunden Zeitdifferenz und Rang 25 im Gesamtergebnis. Damit war unser Mister "Die-Zeit-interessiert-mi-net" Zweiter seiner Klasse "Vespas der 70er Jahre" und bester Vespapilot – aber wer rechnet denn mit sowas, sein Häferl hat er sich nicht mal abgeholt ;)
Bandsalat
Eine böse Überraschung wartete am Ende des Laufs: Nachdem Heinz sicherheitshalber mit den Teilnahmebedingungen für den Bergpreis bewaffnet im ersten Lauf wieder mit montierter Kamera aber heuer mal ohne Diskussion an den Start gegangen war, hat unsere Kamera die Bilder vernichtet und das Band gefressen. So haben wir leider nur wenig Bildmaterial – wenigstens steigen damit die Chancen, dass der Film noch dieses Jahr ohnline geht.
Mario bestätigte seine konstant guten Leistungen auch heuer wieder, obwohl er nach eigenen Aussagen mit dem Endergebnis nicht ganz zufrieden ist. 4,574 Sekunden Unterschied zwischen den beiden Läufen brachten den 100. Gesamtrang (wenn man sich das vornimmt, schafft man das sicher nicht – also ich wollte ja zum Beispiel unbedingt 200. werden und hab selbst das knapp verfehlt *ggg*) und Rang 6 bei den "Vespas der 80er Jahre und später".
Geschlagen wurde er dabe noch von Pat, der mit 2,028 Sekunden Zeitdifferenz gesamt 52. wurde, was ihm ebenfalls Platz 2 in seiner Klasse "Vespas der 80er Jahre und später" brachte. Ein versöhnlicher Abschluss nach einem nicht gerade reibungslosen Vorspiel: Nachdem er die Meldefrist versäumt hatte, ging die Nachnennung nur wenige Tage vor der Veranstaltung noch durch. Mit Startnummer 319 ging er an den Start und durfte sich quasi selbst ansagen, da der Platzsprecher keinerlei Unterlagen zu seiner Nennung bekommen hatte.
Unsere Heimfahrt wurde dann von einem heftigen Sturm begleitet. Am Nachmittag hatte das Wetter umgeschlagen, der strahlende Sonnenschein vom Vormittag war hinter einer geschlossen Wolkendecke verschwunden. Bei extremem Gegenwind ging es teilweise nur mit knapp über 50 km/h heimwärts. Alles in allem war es aber wieder ein äußerst gelungener Tag.
Wir kommen wieder!
UPDATE: Alle Ergebnisse der Vespapiloten am Seiberer haben wir in unsererBestenliste für Euch zusammengefasst.

