Erstellt am 19.04.09 um 17:37 Uhr
Internationale Beteiligung an unserer Ausfahrt
Die Strecke: Blau der ursprüngliche Plan und rot unsere Abkürzung
Rekordbeteiligung beim Saison-Opening 2009
Trotz nicht ganz optimaler Wetterbedingungen versammelten sich 25 Roller-Piloten und 2 Beifahrerinnen und machten unser Saison-Opening zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Runde war bunt gemischt und sogar eine 50 Special war mit von der Partie. So gab es am Samstag ein Wiedersehen mit vielen Bekannten aus dem Vorjahr, aber wir konnten auch einige neue Teilnehmer begrüßen: Ingeborg aus Wien hat zwar keine Vespa, aber Spaß am Fahren mit ihrem Honda-Roller – und das ist ja in Wahrheit was zählt. Sie hat uns diesmal ebenso begleitet wie Konrad von Nickl's Vespa Club aus Deutschland, der mit seiner Primavera dabei war – um nur einige zu nennen.
Positiv überrascht vom regen Interesse an unserer Ausfahrt galt es zunächst, die Kapazitäten in der Meierei Gaaden aufzustocken. Und dann ging es los: Die Strecke führte uns von Baden über die Weinstraße nach Sooß und Bad Vöslau. Weiter ging es über Gainfarn Richtung Großau nach Rohrbach und Schwarzensee – alt bekannte und in unserer Tourenplanung immer wieder gerne integrierte Routen. Von Schwarzensee über Neuhaus nach Nöstach befuhren wir sozusagen "Vespapiloten-Neuland", um dann über Hafnerberg in Richtung Altenmarkt ein Stück der Triestingtal-Bundesstraße (B18) zu folgen. Hier bogen wir dann Richtung Kleinzell und St. Corona ab und fuhren über den Schöpfl – ebenfalls ein für uns neuer Streckenabschnitt, und er hätte das Highlight der Ausfahrt sein können, wenn, ja wenn uns da nicht diese grimmig-grauen Wolken die Tour verregnet hätten. So schwammen wir mehr durch St. Corona als wir fuhren und waren froh, als wir bei unserer kurzen Rauchpause auf der Passhöhe noch ein paar Sonnenstrahlen abkriegten.
Wenn eine Primadonna nicht will, dann steht sie
Nicht genug, dass uns das Wetter nicht hold war, machte die Primavera von Heinz kurz vor Schöpflgitter schlapp. Alles kein Problem: "Abschleppdienst" Mario schritt zur Tat und schob die Primavera bis zur Tankstelle nach Alland. Hier mussten wir zum einen feststellen, dass die Primavera wohl ziemlich trinkfreudig war – 4 Liter auf 50 km kann man wohl als extrem stolzen Verbrauchswert sehen – und zum anderen, dass der leere Tank wohl doch nicht ganz die Lösung des Problems war. Alle des Schraubens mächtigen steckten die Köpfe zusammen und stellten nach einigem Hin und Her fest, dass das Übel die Zündspule war. So ließ sich die Primavera zwar wunderbar starten und lief auch brav am Stand, sobald Heinz sich aber auf den Sitz setzte, starb sie wieder ab. Des Rätsels Lösung: die Zündspule wurde beim Hinsetzen gegen die Karosse gedrückt, was einen Kurzschluss verursachte. Etwas Papier dazwischen und schon lief sie auch mit Fahrer.
Kleine Planänderung
Anstatt wie geplant bereits in Klausen-Leopoldsdorf die schöne Strecke nach Gruberau zu nehmen und von dort weiter nach Grub, Sittendorf und Weißenbach bei Mödling zu fahren, wo wir auf die B11 Richtung Gaaden abgebogen wären, nahmen wir nach der Tankstelle in Alland gleich die B11 und fuhren – die eher unspektakuläre Strecke – direkt über Heiligenkreuz nach Gaaden.
Eine gemütliche Jause in der Meierei Gaaden, wo uns der Wirt herzlich empfing, bildete den Abschluss einer ereignisreichen Ausfahrt. Hier gab es zwar noch mal eine kleine Verwirrung mit den Essensbestellungen, am Ende bekamen aber dann doch alle, was sie wollten.
Und für uns war es das wohl schönste Saison-Opening. Danke an alle, die uns begleitet haben und vor allem an jene, die die Primavera wieder flott gekriegt haben.
PS: Apropos Primavera – aufgrund des Wassers auf der Straße weichte das Papier natürlich wieder auf und das Problem war wieder da. Mario wusste auch hier Rat. Ein einfaches Plastiksackerl um die Spule und schon lief sie wieder – und diesmal brachte sie Heinz auch brav nachhause ;)


