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Erstellt am 22.09.08 um 18:36 Uhr
Vespapiloten im Römersteinbruch

Die Vespapiloten im Römersteinbruch: Reinhard, Christine, Mario und Heinz (v. l. n. r.)

Das war die Austrovespa 2008

Von 5. bis 7. September 2008 fand in Wagna bei Leibnitz die 1. Austrovespa statt. Aus der ursprünglichen Idee der Scooteria Leibnitz zu eine Mega-Vespa-Ausfahrt durch über die Südsteirische Weinstraße wurde das Top-Event der heurigen Vespa-Saison. Hier unser ausführlicher Rückblick.

Flash ist Pflicht!

Seit Heinz die Austrovespa-Seite im Internet entdeckt hatte, stand der Termin dick und fett und rot im Kalender – denn für alte Ausfahrt-Junkies wie die Vespapiloten war das natürlich so etwas wie ein Pflichttermin: 1 x Südsteiermark und zurück, und damit’s nicht zu stressig wird, machten sich Mario, Heinz und ich bereits am Freitag Vormittag gemütlich auf den Weg nach Leibnitz. Bei unserem Zwischenstopp in Hartberg genossen wir beim Mittagessen die Spätsommer-Sonne am Hauptplatz. Danach ging es frisch gestärkt weiter Richtung Wagna bei Leibnitz, wo wir das ganze Wochenende über stilvoll im Hotel Neuhold residierten – übrigens ein echter Geheimtipp, geräumige, schöne Zimmer und die gute Küche begeisterten uns sehr.

Wo sind die bloß alle?

Gerade noch rechtzeitig kamen wir aufs Veranstaltungsgelände der Austrovespa, wo wir uns noch rasch das Welcome-Pack mit Energydrink und Vespa-Schlüsselband abholten. Doch was war das? Hinter uns wurde es laut und emsig – die ersten machten sich bereits auf zur abendlichen Ausfahrt rund um Leibnitz. Na, das dauert sicher noch, bis alle unterweg sind, dachten wir. Doch falsch: Denn als wir abfahrbereit waren, waren die anderen längst weg! Also raus aus dem Gelände und dann – links oder rechts? An der ersten Kreuzung half noch ein Streckenposten, doch dann waren wir auf uns alleine gestellt und standen schon wieder vor der selben Frage, die jedoch rasch durch ein paar Schaulustige geklärt wurde. Endlich unterwegs in die richtige Richtung hatten wir die „Meute“ (immerhin waren auch am Freitag schon über 100 Vespen mit dabei) bereits kurze Zeit später eingeholt – gerade noch mal gut gegangen! Die Route führte durch Leibnitz und nach einem kurzen Tankstopp in die Bar „b.quem“ und weiter über einen kurzen Abstecher ins Hügelland zurück aufs Festivalgelände beim Sulmwirt.Es dämmerte bereits und wir stärkten uns mit einer riesigen Schnitzelsemmel, erkundeten das Gelände und sahen ein wenig beim Rasenmähermotor-Weitwerfen zu – unglaublich wie weit so ein Teil mit der richtigen Technik fliegt. Richtig gemütlich wurde es dann am Lagerfeuer. Am späteren Abend machten wir uns auf den Weg in unser Hotel und ließen diesen schönen Tag auf der Terasse ausklingen.

Vespas am laufenden Band

Samstag Morgen stießen auch Gerhard und Reinhard, die es vorzogen, die Roller mit dem Bus mitzunhemen, zu uns. Nach dem Frühstück machten wir noch einen Abstecher ins Zentrum von Leibnitz, bevor wir pünktlich zur Ausfahrt wieder auf dem Veranstaltungsgelände eintrafen. Diesmal rechtzeitig, ganz ohne Stress, weil durch die Lautsprecherdurchsagen vorgewarnt, bereiteten wir uns auf die Ausfahrt vor. Ein gigantischer Corso von über 450 Vespen – die älteste ein Original aus dem Jahr 1949 – setzte sich in Bewegung. Wie bereits unser erstes Video kurz nach der Veranstaltung zeigt, dauerte es ca. 5 Minuten von der ersten bis zur letzten Vespa – einfach großartig, mit so vielen Rollern mitzuschwimmen! An manchen Stellen sah man bereits aus der Mitte des Feldes, wie sich die Spitze bereits den nächsten Berg hinauf schob. Oben angelangt fuhr man den Grat entlang und ein prächtiger Ausblick präsentierte sich zu beiden Seiten. Ganz ehrlich: Mich frisst der Neid bei so viel Gegend, wie die Leibnitzer zur Planung ihrer Ausfahrten zur Verfügung haben. In diesen Momenten stand für mich fest: Wir kommen wieder und bleiben für ein verlängertes Wochenende, denn die Weinstraße ist ein Traumrevier für alles, was zwei Räder und im Idealfall auch noch einen Motor hat. Die perfekt organisierte Tour über die Südsteirische Weinstraße ist mit Sicherheit ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Den krönenden Abschluss bildete eine Fahrt in die  Römersteinbruchs, was man in dieser Form sonst nie erleben kann.

Zurück am Gelände wurde einiges geboten: Ein Publikumsmagnet war natürlich der Leistungsprüfstand von Sqooter.com, der den vielen ambitionierten Tunern Aufschluss über den Erfolg ihrer Umbauten gab. Fun-Games mit Rasenmähermotor-Weitwurf und Tauziehen, eine Versteigerung zugunsten krebskranker Kinder, eine Tombola mit tollen Preise – von denen wir allerding leider keinen einzigen mit nachhause nehmen konnten – und noch eingiges mehr rundeten das Programm ab. Kurt und seine Freunde ließen zwar die Ausfahrt aus, kamen aber rechtzeit zum Abendprogramm. Hatte man endlich Bonusmarken für Speis und Trank ergattert (was ob der Unterbesetzung bei der Markenausgabe gar nicht so leicht war), wurde man mit wirklich köstlichem Essen belohnt. Gerhard, der Geburtstag hatte, feierte die ganze Nacht mit Kurt gemeinsam und kehrte erst im Morgengrauen ins Hotel zurück. Reinhard machte sich am Abend direkt auf den Heimweg und Mario, Heinz und ich fuhren ins Hotel.

Die Heimreise

Am Sonntag machte sich Mario bereits sehr zeitig in der Früh alleine auf dem Heimweg, da er noch etwas vor hatte. Gerhard, noch etwas angeschlagen vom langen Feiern, Heinz und ich brachen erst etwas später nach dem Frühstück auf.

Insgesamt legten wir an diesem Wochenende bei traumhaftem Spätsommer-Wetter über 600 km auf wunderschönen Straßen zurück. Leider nicht ganz ohne Pannen: Nachdem Mario am Freitag bei der Abendausfahrt das feuchte Gras zum verhängnis geworden war, ging am Ende der Tour das Schaltkreuz von Heinz’ Sprint Veloce endgültig kaputt. Zum Schluss war nur mehr der vierte Gang verfügbar.

Unser Resümée

Die Austrovespa 2008 war mit über 1.000 Besuchern und mehr als 600 Vespas aller Baujahre und Typen – allen Unkenrufen zum Trotz – ein voller Erfolg. Und dank einiger Sponsoren, die sich jedoch nie aufdringlich präsentierten, hatte die Veranstaltung auch einiges zu bieten. Gratulation an die Veranstalter für dieses absolute gelungene Event! Wir freuen uns jetzt schon auf die angekündigte Wiederholung 2010.

 

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