Erstellt am 30.04.07 um 20:07 Uhr
Letzte Vorbereitung an Pat's PX200
Der Andrang im Startbereich war gewaltig
Fahrerbesprechung
Ron's (sQooter) GS mit Beiwagen
22. Internationaler Seiberer Bergpreis 2007
Am 29. April 2007 waren die Vespapiloten – vertreten durch Christine, Heinz, Mario und Pat – zu Gast am Seiberer Bergpreis 2007. Wir hatten uns entschlossen, mit den Vespas in die Wachau zu pilgern, also klingelte der Wecker bereits sehr früh – zu früh für manche von uns. Knapp 100 km Anfahrt in die Wachau lagen vor uns.
Baden - Breitenfurt - Weißenkirchen
Der Weg von Breitenfurt durch das Irenental in Richtung B1 wurde für Mario zur Zitterpartie. Seine Vespa PX200 war trocken wie ein Martini. Wir nützten diesen Tankstopp für letzte Vorbereitungen für den ersten offiziellen Auftritt der Vespapiloten.
Frisch aufgetankt rollerten wir weiter in Richtung Donau. Pünktlich um 9 Uhr fuhren wir in das Startgelände am Fuße des Seiberer ein. Nach bestandener "herzlicher" Technik-Abnahme ging es in Richtung Startaufstellung, wo wir uns erst einmal kräftig stärkten.
Großes Interesse
Insgesamt 352 historische Fahrzeuge vom Rennrad bis zum Haflinger waren am Start, davon alleine 76 Vespen aus den Jahren 1955 bis 2007 - ein beeindruckender Blechwurm schlängelte sich durch die Wachauer Weingärten. Auch das Publikumsinteresse an den zwei- und vierrädrigen Schätzen war gewaltig. Im Startbereich wurden die Fahrzeuge besichtigt, angeregtes Fachsimpeln da und dort. Entlang der Strecke wurden die Piloten immer wieder von Schaulustigen angefeuert.
Start zum ersten Lauf
Im Anschluss an die Fahrerbesprechung wurde kurz nach 10 Uhr der erste Druchgang gestartet. Es ging darum, den Seiberer in zwei möglichst gleichmäßigen Läufen zu bezwingen - wobei jegliches Hilfsmittel zur Zeitnehmung untersagt sind. Nicht der schnellste sondern der konstanteste Teilnehmer würde am Ende des Tages gewinnen. Gewertet wurde in insgesamt 21 Klassen.
Als erste von den Vespapiloten ging Christine auf ihrer Primavera Baujahr 1968 mit Startnummer 32 ins Rennen - eine der nur 27 Starterinnen beim Seiberer. Die Strecke präsentierte sich in einwandfreiem Zustand. Angefeuert von den Zuschauern an der Strecke ging es bei strahlendem Sonnenschein die 7 km lange historische Bergrennstrecke hinauf.
Pat hatte mit seiner PX200 Baujahr 1989 bereits im ersten Durchgang am Start Probleme. Die Lady war kurz bevor's losging abgestorben, er konnte sie jedoch gerade noch rechtzeitig wieder in Gang setzen. Leider der Vorbote eines sich ankündigenden Schadens ...
Treffen mit vielen Bekannten
Am Seiberer kam es auch endlich zu unserem ersten persönlich Zusammentreffen mit dem RC Primavera aus Wien. Nachdem die gemeinsame Ausfahrt am vergangenen Wochenende verschoben werden musste – ein Motorschaden an der Sprint Veloce von Heinz hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht - trafen wir Roman und Mat beim Mittagessen in Weißenkirchen.
Ebenfalls unter den Teilnehmern war auch ein alter Bekannter und Retter in der Not – unser Vespa-Doktor Kurt Schermann aus Oberwart. Er startete mit einer PX200, da die GS leider nicht mehr rechtzeitig fürs Rennen fertig wurde.
Ron von sQooter zeichnete seinen zweiten Lauf mit einer Kamera, die er am Beiwagen seiner GS montiert hatte, auf Video auf. Im Anschluss an das Rennen hatten wir noch Gelegenheit, ein wenig zu plaudern.
Alex von den Wicked Wasps startete mit Startnummer 69 auf einer Primavera ET3, Baujahr 1979. Ein Wiedersehen gab es auch mit Stefan von den Rollerfreunden Wien.
Auf der Jagd nach der gleichen Zeit
Um 14 Uhr 30 startete der zweite Lauf mit dem Vorausfahrzeut, einem Porsche 356 Cabrio Baujahr 1964, gefolgt von den wackeren Pedalrittern, die sich auf ihren historischen Rennrädern aus den Jahren 1959 bis 1982 ebenfalls ein zweites Mal aufmachten, den Gipfel des Seiberer zu erklimmen.
Heinz (Startnummer 58) duellierte sich auf seiner Vespa Sprint Veloce Baujahr 1973 mit der 200er Rally von Michael Dorner (Vespaclub Flachgau). Im zweiten Lauf blieb er vor seinem Konkurrenten mit Nr. 60, der im ersten Durchgang noch an ihm vorbeigegangen war.
Mat vom RC Primavera hatte im zweiten Lauf Pech. Der Simmerring seiner 150er Sprint – einer Leihgabe seines Bruders – verabschiedete sich noch während des Rennens. Er konnte den Lauf zwar noch beenden, nun ist allerdings wieder Schrauben angesagt.
Das Ergebnis
Die Vespapiloten haben den Seiberer bezwungen und wir finden, wir haben uns wacker geschlagen. Immerhin blieben wir allesamt unter unseren im Vorfeld prophezeiten Differenzen im Minutenbereich ... ;)
Bester und somit konstantester Vespapilot wurde Mario. Er belegte mit einer Zeitdifferenz von -11,836 Sekunden in der Gesamtwertung Platz 182, in seiner Klasse (80er und später) wurde er 13.
-12,608 Sekunden Unterschied zwischen seinen Läufen bescherten Pat Platz 192 in der Gesamtwertung und den 15. Rang in der Klassenwertung (80er und später).
Platz 217 ging an Christine, die in der Damenwertung immerhin Rang 15 (von 27) belegte. In der Klassenwertung (50er und 60er) gab das Platz 13. Sie war im zweiten Lauf 15,369 Sekunden langsamer als im ersten.
Heinz erreichte Platz 240 mit -18,623 Sekunden Zeitdifferenz, immerhin Rang 11 in der Klasse "frühe 70er".
Das vollständige Ergebnis findet Ihr hier.
Panne am Heimweg
Da wir ja noch eine ziemlich weite Heimreise vor uns hatten, machten wir uns sofort im Anschluss an den zweiten Lauf auf den Weg Richtung Heimat. Doch schon kurz nach Weißenkirchen gab es Probleme mit Pat's PX200. Sie starb währen der Fahrt ab. Mehrere Versuche, die Vespa wieder zu starten, blieben erfolglos. Erst Anrennen brachte kurzfristigen Erfolg, weit kamen wir jedoch nicht. In Dürnstein war dann endgültig Schluss.
Trotz der Hilfe von Chris, Mat und Roman vom RC Primavera aus Wien, die uns sofort jegliche Unterstützung anboten und alles versuchten, die Vespa wieder fahrtauglich zu machen, musste Pat sie in Dürnstein zurücklassen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Freunde aus Wien!
Nach leichten Navigationsproblemen kamen wir um 20 Uhr schließlich in Baden an. Ein langer, anstrengender aber vor allem unvergesslicher Tag ging zu Ende.
Auf Wiedersehen am Seiberer 2008!
PS: Unsere Bilder vom Seiberer 2007 findet Ihr in unserer Gallerie.




